Schweiz – Alternative 5 Seenwanderung am Pizol

Bei meinem letzten Besuch in der Schweiz vor zwei Wochen haben wir uns nach dem gemütlichen Samstag am Walensee, am Sonntag mal wieder etwas anspruchsvolleres vorgenommen. 3/4 der Wanderung führen auf der Route der bekannten 5 Seen Wanderung am Pizol, nur, dass unser Ziel nicht die Pizolhütte sonder das deutlich weiter entfernte Weistannen war (dazu später mehr). Eins gleich im voraus, die Tour ist durch bis zu 2600 Hm eher nur für den Sommer geeignet und hat trotz Gondelfahrt einige Höhenmeter die zu bewältigen sind. Da werden aus den im Routenplaner berechneten 16,6 km, schnell 20 km oder mehr.

Tourendaten – berechnet auf Outdooractive

Gestartet sind wir morgens um 9 Uhr an der Gondel der Pizolbahn in Mels. Von dort haben wir ein one-way Ticket bis zur Station Gaffia gezogen (Ticket ist nicht angeschrieben, einfach nachfragen). Das Ticket pro Person hat um die 26 Franken gekostet (2018). Bis man bei der Station Gaffia ankommt muss man einmal mit der Gondel fahren und anschließend auf einen Sessellift umsteigen, welcher jedoch nicht zu verfehlen ist. Von Gaffia geht des dann direkt steil hoch auf einen Bergkamm von dem man einen schönen Ausblick auf das Tal und Liechtenstein hat.

Bombengebiet
Es geht bergauf, wie so meistens in den Alpen
Nicht nur die Landschaft verzaubert
Und weiter geht es
Blick Richtung Sargans und Liechtenstein

Nach etwa 40 Minuten und 400 Höhenmetern erreicht man den ersten See. Den Baschalvasee. Dieser war als wir dort waren nicht besonders spektakulär und eher trüb, sodass wir schnell weiter sind.

Baschalvasee
Hoch hinaus

Nach weiteren 45 Minuten erreicht man auf dem Bergkamm das erste Highlight der Tour. Den Steinmannli. Hier sind hunderte Steintürme aufgebaut die man normalerweise am Wegesrand als Markierung sieht. Außerdem war hier einige Paraglider unterwegs, weshalb wir hier eine kurze Essenspause eingelegt haben.

Steinmanndli
Paraglider am Pizol

Vom Steinmanndli sind es dann nur noch 10 Minuten bergab bis zum nächsten See auf unserer Tour. Dem Schwarzsee….welcher jedoch nicht wirklich schwarz ist, sondern auch eher grün. Ab hier merkt man dann schon die Höhe, besonders im Schatten ist es jetzt schon deutlich kühler und vereinzelt liegt noch Schnee.

Schwarzsee
Am Schwarzsee liegt noch Schnee

Ab hier wird der Weg dann etwas schmaler und schwerer begehbar. Nach weiteren 50 Minuten erreicht man dann den Schottensee.

Weiter in Richtung Schottensee und Pizol
Blick auf die umliegenden Berge

Dieser erinnert mit seiner tiefblauen Farbe und eisigen Temperaturen schon eher an einem Bergsee. Am Ufer kann man hier gut einspannen, besonders wenn der anschließende Weg mal wieder verstopft ist. Dieser führt über kurze Schneefelder und einen schmalen steilen Weg bergauf in einem Geröllfeld.  Ab hier waren wirklich sehr viele Leute unterwegs und da die 5 Seen Wanderung normalerweise in die andere Richtung gelaufen wird, weil sie so entspannter ist, gab es hier mächtig Gegenverkehr.

Schottensee
Schottensee

Hat man das Geröllfeld gemeistert ist man keine 5 Minuten später am vieren See auf der Tour, dem Wildsee. Von hier sieht man das erste Mal direkt auf den Gipfel des Pizol. Von hier sind nur noch 2 Kilometer bis zum Gipfel, aber dorthin wollten wir ja nicht. An der Ostseite des Sees, am sog. Wildseeluggen teilt sich dann der Weg in zwei Richtungen auf. Der eine führt in etwa 45 Minuten zur Pizolhütte, wo das Ende der 5 Seen Wanderung erreicht wäre und der andere weiter um die See in Richtung Pizolgipfel. Wir haben den zweiten Weg in Richtung Gipfel genommen. Kurze Zeit später teilt der Weg sind ein zweites Mal und führt entweder zum Gipfel oder über den Lavtinasattel nach Weistannen. Von hier sind es noch 3.00 Stunden bis Weistannen und eine Menge Höhenmeter (Genauer gesagt 1500 Höhenmeter bergab!) die man nicht unterschätzen sollte.

Wildsee mit dem Pizol im Hintergrund
Hier geht unser Weg ab von der 5 Seen Wanderung

Hat man den Lavtinasattel erreicht wird man mit einem traumhaften Panorma auf das dahinter liegende Tal belohnt. Gleichzeitig wird einem bewusst, dass man das alles noch bergab muss. In der Ferne erkennt man in der Biegung des Tals einen Wasserfall, dieser sollte unser letztes Zwischenziel sein. Die ersten paar hundert Höhenmeter gehen bergab über ein Geröllfeld ehe man auf grüne Wiesen trifft auf denen Kühe weiden.

Vom Lavtinasattel abwärts nach Batöni
Majestätische Kuh

Auch wenn das Ziel die Wasserfallarena Batöni immer im Blick ist, zieht sich der Weg gewaltig bis man endlich dort angekommen ist. Zwischendurch mussten wir noch eine Herde Kühe ausweichen, die sich auf dem Weg breit gemacht hatte.

Fast an der Wasserfallarena Batöni angekommen
Batöni

Ab Batöni ist es dann eine weitere Stunde und 500 Höhenmeter bergab bis man Weistannen erreicht hat. Hier gibt es nicht mehr wirklich viel Spektakuläres zu sehen, weshalb ich keine Bilder mehr gemacht habe. Von Weistannen (Oberdorf) kann man dann mit dem Postbus für etwa 5 Franken pro Person wieder nach Sargans zurückfahren. Die Bushaltestelle ist nicht zu verfehlen, da Weistannen wirklich nicht sehr groß ist. Hier sollte man nur beachten, dass der Postbus nicht zu allen Jahreszeit gleich fährt. Im Juli kommt der letzte Bus bereits um 17.52 Uhr (2018). Wer zu langsam ist oder morgens zu spät aufbricht ist auf Taxis oder freundliche Autofahrer angewiesen.

Generell eignet sich die Tour gut als Tagestour für fitte Wanderer. Im Sommer reichen Wanderschuhe für die wenigen Schneefelder die überwinden sind aus. Durch die Gondelfahrt zu beginnt bekommt man hier eine schöne Tagestour in alpinem Gelände. Die Route der 5 Seenwanderung ist sehr stark frequentiert, während die weniger bekannte und anspruchsvollere Route nach Weistannen dann angenehmerweise (bis auf ein paar Kühe;-)) fast leer war.

 

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