Schottland – Roadtrip Teil 4: Ben Nevis

LÄNGE: 17 KM

Start des Ben Nevis Track

Der Wanderweg beginnt am Ben Nevis Visitor Center und führt über etwa 16-17 km auf den Gipfel des Berg Ben Nevis. Dieser ist zwar auf den ersten Blick mit 1345 m gar nicht so hoch, da man jedoch fast auf 0 Hm startet hat man trotzdem gute 1300 Hm bergauf und bergab vor sich. Am Visitor Center angekommen bemerkt man gleich, dass es für viele ein richtiges Event ist den Ben Nevis zu besteigen. Von Gruppen mit Motto T-Shirts, bis zu Kostümen ist alles dabei. Trotz nur 1345 m Höhe sollte man trotzdem gut vorbereitet sein, da auf dem Gipfel noch sehr lange Schnee liegt und das Wetter sich sehr schnell ändern kann.

Zu Thema schottischer Sprache ein kurzer Exkurs. So fällt auf, dass die Wort Ben, Glen und Loch besonders oft vorkommen. Ben bedeutet nichts anderes als Berg/Gipfel, Glen = Tal und Loch natürlich der See. Wer einem echten alten Schotten begegnet hat übrigens kaum Chancen den anderen mit seinen Schulenglisch zu verstehen. Der Dialekt kann schon sehr stark sein.

Am Visitor Center führt eine Brücke als offizieller Start- und Zielpunkt über den angrenzenden Fluss. Von dort geht es relativ schnell entlang des Hanges auf einem gut präparierten Weg. Immer wieder wird es dabei etwas steiler und Treppenstufen aus Stein sind eingebaut. Auch hier gilt, es gibt keine Wegweiser, die benötigt man hier jedoch auch nicht, da es immer offensichtlich ist wo der Weg entlang geht und außerdem so viele Menschen unterwegs waren, dass man sich gar nicht verlaufen konnte.

Start des Ben Nevis Track
Es geht bergauf
Immer weiter

Nach etwa einer 1 – 1 1/2 Stunden gelangt man an einen See. Hier hat man ungefähr die Hälfte des Wegs geschafft, also insgesamt 1 Viertel. Allerdings handelt es sich hier um den unbeschwerten einfachen Teil. Hier sollte man sich nicht täuschen lassen, was man von hier sieht ist noch nicht der Gipfel des Ben Nevis, der Weg dorthin zieht sich noch einige Zeit. Hier geht es jetzt auf Geröll steil bergauf. Immer wieder musste ich dabei Schneefelder überqueren.

Die Hälfte ist geschafft
Der erste Schnee
Es wird rauer

Nach weiteren 30 Minuten ist es dann in Sekunden zugezogen und der Rest des Wegs ging ab jetzt durch dichten Nebel. Hier lag jetzt auch eine beachtliche Menge Schnee, deutlich mehr als man von unten hätte vermutet. Immer wenn man denkt bald ist man da muss man das nächste Schneefeld überqueren.

In den Wolken

Irgendwann gab es gar keinen Weg mehr und man musste sich an Steinhäufen orientieren. Allerdings waren auch hier noch jede Menge Menschen unterwegs, sodass es kein Problem war auf dem Weg zu bleiben.

Fast geschafft

Nachdem dann auch das letzte Schneefeld überquert war, war ich dann endlich da. Für die harte Arbeit kann man sich auch mal einen Schluck Whisky gönnen.

Angekommen
Zum Wohle!

Danach kam der unangenehme Teil, den ganzen Weg und 1300 Hm wieder bergab.
Alles in allem eine lohnenswerte Wanderung, allein um sagen zu können die höchsten Berg des Vereinigten Königreichs erklommen zu haben. Mit Wanderstiefeln und ordentlicher Ausrüstung auch gut zu schaffen. Ich bin den ganzen Weg in 4.30 h gelaufen, zum Wohle der Knie würde ich aber eher empfehlen sich einen Tag Zeit zu nehmen und gemütlich zu laufen.

Meinen letzten Tag in Schottland seht ihr in Teil 5!

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