Schottland – Roadtrip Teil 3: Isle of Skye

Nach einer ungemütlichen Nacht im Auto ging es endlich weiter zu meinem zweiten Hauptziel. Der Isle of Skye (dt. Insel des Nebel) die ihrem Namen alle Ehre machen sollte. Hauptsächlich ist die Isle of Skye natürlich bekannt für ihre schroffe Natur, hohe Felsen und hügelige Weiten.

Straße zur Isle of Skye
Straße zur Isle of Skye

Mein erster Stop auf dem Weg lag jedoch noch nicht ganz auf der Isle of Skye. Das Schloss Eilean Donan Castle. Für 7.50 Pfund kann man hier auf die Insel, auf der das Schloss gelegen ist und das ganze Schloss besichtigen. Wer ein Schloss anschauen möchte kann es auf jeden Fall bei diesem tun. Es ist sehr gut erhalten, komplett eingerichtet und bewohnbar. Für Fotos reicht auch der Blick vom Festland aus.

Eilean Donan Castle
Eilean Donan Castle
Eilean Donan Castle
Eilean Donan Castle

Nach dem kurzen Stop ging es dann weiter auf die Isle of Skye. Diese ist zwar eine echte Insel, aber über einen Brücke zu erreichen, es ist also keine Fähre nötig. Desto weiter es nach Norden ging, desto dunkler wurde es. Besonders der starke Wind in Kombination mit Sprühregen haben mir hier echt das Leben schwer gemacht.

Südliche Isle of Skye
Isle of Skye

Mein erster Halt war die bekannte Felsformation „ The Old Man of Storr„. Ab einem viel zu kleinen Parkplatz direkt an der Hauptstraße der Isle of Skye führte ein Wanderweg hoch in die Berge zum Old Man. Die meiste Zeit waren die Felsen leider in den Wolken verborgen, jedoch war der Regen geraden nicht so schlimm, dass ich mich natürlich aufmachte.

Old Man Storr
Old Man Storr
Old Man Storr
Old Man Storr

In etwa 30 – 45 Minuten war ich oben angekommen, sogar mit etwas Sicht auf die umliegenden Felsen. Gerne wäre ich jetzt noch weiter den Berg hoch gewandert, jedoch war der Wind hier oben so stark und der Regen setzte auch wieder ein, dass ich schon vor dem Abstieg klitschnass war.

Old Man Storr
Old Man Storr

Nach dem kurzen Abstieg und einem kompletten Klamottenwechsel ging es weiter. Ich hatte ja schließlich noch eine nicht nasse Jacke:-).

Den nächsten Stop an den Lealt Falls überspringe ich hier mal, diese wirklich nicht allzu spektakulär sind. Wer sowieso schon vorbeifährt kann aber kurz anhalten. Die darauf folgenden Mealt Falls sind jedoch um einiges spektakulärer. Was hier besonders toll ist, das Geländer am Aussichtspunkt hat Löcher, die bei Wind ein Pfeifen erzeugen, was ein sehr mystische Stimmung erzeugt. Ob das Zufall oder geplant ist, ist dem Geländer mit anzusehen. Leider überlagern die Windgeräusche in dem Video das ich gemacht habe das Pfeifen des Geländers.

Kilt Rock/Mealt Falls

Nur 15 Minuten weiter wartete dann das Quiraing auf mich. Eine spektakuläre Felsformation im Norden der Insel. Über eine schmale Straße kommt man ins mittlere der Insel, wo sich ein großer kostenloser Parkplatz befindet. Von hier machte ich mich nach 1 Stunde, als der Regen schwächer wurde, auf unter der tief hängenden Wolken entlang der steilen Hänge. Hier gibt es mehrere längere Wanderwege, von denen ich gerne einen gelaufen wäre, jedoch sollte die Regenpause nur von kurzer Dauer sein.

Eine Besonderheit gibt es hier in Schottland, die ich beispielsweise aus den Alpen nicht kenne, die Weg sind so gut wie nie ausgeschildert. Hier muss man sich auf Karten, vorgetretene Wege oder Steinhäufchen orientieren. Zeit oder Meilenangaben sind meisten nicht vorhanden. 

Das Quiraing ist auf jeden Fall sehenswert und genau das was man vor Augen hat wenn man sich Schottland vorstellt…vielleicht auch dadurch beeinflusst, dass es in vielen Filmen als Kulisse verwendet wird.

The Quiraing
The Quiraing
The Quiraing
The Quiraing
The Quiraing
The Quiraing

Nach einer etwa 1 1/2 stündigen Wanderung und einer weiteren nassen Jacke entschloss ich mich für heute am Quiraing zu bleiben und meine Kleidung zu trocknen. Insgeheim hoffte ich auf besseres Wetter am Morgen und einem Sonnenaufgang über dem Meer mit Quiraing im Vordergrund. Da ich für meinen Gaskocher keine passenden Kartuschen finden konnte hatte ich auch die letzten Tag hauptsächlich kalt gegessen, deshalb freute ich mich jetzt auf mein Steak was ich mir als kleinen Motivationsschub am Vormittag zusammen mit zwei instant BBQ Schalen gekauft hatte. Nach guten 30 Minuten versuchen das BBQ bei dem starken Wind an zu bekommen gelang es mir dann schließlich. Ein kleines Highlight für mich. Wenig später stand dann der Besitzer des Campervans neben mir und nach kurzem Gespräch fanden wir heraus, dass wir beide aus Reutlingen kommen. Was für ein Zufall mal wieder. Nach gemeinsamem Kaffee und BBQ ging es dann wieder über Nacht ins Auto.

BBQ

Am nächsten morgen war das Wetter wieder genau gleich, außerdem meine Nachbarn über Nacht schon abgereist. Trotzdem versprochenem Kaffee am morgen….das sollte sich später aber klären!

Als erstes ging es an diesem morgen an die Westküste über das verschlafene Fischerdorf Uig in Richtung Norden zum Duntulm Castle. Diese Burgruine ist nicht kommerziell erschlossen und kann über einen kurzen Weg von der Straße aus erreicht werden. An der Straße ist jedoch kein Parkplatz, außerdem regnete es wieder stark, weshalb ich wieder umgedreht bin.

Straße zum Duntulm Castle – Nördlichester Punkt der Isle of Skye
Fischerdorf Uig auf der Isle of Skye

Von dort ging es dann wieder nach Süden durch Uig bis nach Fairy Glen, zu deutsch Feental, was die ganzen Szenerie sehr gut beschreibt. In Nebel gehüllte grüne Hügel mit Steinkreisen verleihen dem ganzen einen mystischen Touch.

Fairy Glen
Fairy Glen

Nach dem Besuch des Feentals ging es wieder in den Süden der Isle of Skye, bis nach Sligachan, wo auch die beiden nächsten Bilder entstanden sind. Von dort ging es weiter Richtung Carbost wo sich die Talisker Destillery befindet. Dort haben ich nur kurz angehalten, da ich die Talisker Whiskys bereits kenne und kein Fan des rauchigen Aromas bin. Es ist aber eine sehr schöne Destille!

Isle of Skye
Isle of Skye
Talisker Destille
How to – Distiling Malt Whisky
Talisker Besucherzentrum

Von Carbost ging es dann nach Süden zu meinem letzten Ziel auf der Isle of Skye, den Fairy Pools. Hier wollte ich vor allem in der schönen Umgebung südliche der Fairy Pools in Glenbrittle Wandern gehen, aber das Wetter hat es wie immer nicht zugelassen. Alles in allem sind die Fairy Pools ein großer Fluss, mit einige Wasserfällen und Stromschnellen. Nicht übermäßig spektakulär, aber auch nicht langweilig.

Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools
Fairy Pools

Nachdem ich jetzt seit gut 2 1/2 Tagen die Sonnen nicht mehr gesehen hatte wollte ich schnell wieder runter von der Isle of Skye kommen und habe mich entschlossen die Fähre im Süden zu nehmen, anstelle den gleichen Weg wieder zurück zu fahren. Die Fähre verbindet Armadale auf der Isle of Skye mit  Mallaig auf dem Festland. Gerade auch bei rauer See war die Überfahrt auch noch ein Erlebnis. Außerdem traf ich meine Kollegen aus Reutlingen wieder die neben mir bei Quiraing gestanden hatten. Sie musste weiter fahren, da der Wind Nachts so stark geworden ist, dass sie Angst hatten das Wohnmobil fällt um. Im flachen Auto habe ich das natürlich nicht so stark mitbekommen.

Armadale – Mallaig Fähre
Mallaig

Da es in Mallaig keine Unterkünfte mehr gab bin ich direkt weiter gefahren. Vorbei am Glenfinnan Viaduct welches vor allem aus den Harry Potter Filmen bekannt ist. Hier fährt zwei Mal am Tag der Jacobite Steam Train, der in den Harry Potter Filmen für die Aufnahmen des Hogwartsexpress verwendet wurde. Nach einiger Zeit warten kam aber leider nur ein Ersatzzug, keine Ahnung was mit dem richtigen Dampfzug passiert ist.

Glenfinnan Viaduct
Glenfinnan Monument

Gut 30 Meilen weiter am Fuße des Ben Nevis, des höchsten Berg von Großbritannien bin ich dann schließlich auf einen Campingplatz gegangen und habe dort die Nacht verbracht, mit dem großen Ziel am nächsten Tag den Berg zu erklimmen.

Glen Nevis Camping

Weiter geht’s in Teil 4!

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