Belgium – Brussels

Vom 26. – 28. Mai ging es für mich und meine Freundin nach Brüssel, in die Hauptstadt Europas. Warum gerade Brüssel? Da aufgrund des Brückentags am 25. Mai kaum noch Flüge zu normalen Preisen zu bekommen waren, entschieden wir uns mal wieder für das Eurowings Blind Booking. Wenn man knapp bei Kasse ist und noch einige Städte in Europa sehen will ist das Blind Booking eine echte Alternative. In diesem Fall haben für 20 € vier Ziele ausgeschlossen. Am Ende war der Flug mit 86 Euro hin und zurück jedoch immer noch sehr günstig (mit 8 kg Handgepäck).

https://www.eurowings.com/skysales/BlindBooking.aspx?culture=de-DE

Transfer

Nach dem einstündigen Flug fällt am Flughafen Brüssel Zaventem als erstes auf, überall im Flughafen und auch später in der Stadt patrouillieren Soldaten. Das sind wir aus Deutschland nicht gewohnt. Wegen vorherigen Geschehnisse herrscht in Brüssel noch die Warnstufe gelb. Der Urlaub verlief allerdings sehr harmonisch. Von Flughafen ging es mit dem Transferbus 21 Richtung Luxemburg  in die Stadt. Der Bus kostet 4,50€ und fährt etwa alle 15-20 min. Das Ticket für den Bus gilt übrigens für eine Stunde und auch für die Metro und Tram in der Stadt, d.h. wenn man in Brüssel noch auf eine Tram umsteigen muss zahlt man nicht doppelt. Ein Einzelticket für eine Stunde Tram/Metro in Brüssel kostet 2,10€. Es lohnt sich also nicht ein teures Taxi oder einen Transfer zu buchen.

Unterkunft

Übernachtet haben wir im Südlichen Bezirk Etterbeek in einem sehr gemütlichen Zimmer in einem älteren Haus mit tollem Ausblick und freundlicher Gastgeberin, das wir über Airbnb gebucht haben. Für zwei Übernachtungen hat uns das zusammen etwa 80€ gekostet, generell gab es zum gewählten Zeitraum viele günstige Angebote, trotz der kurzfristigen Buchung. Seit unserer Übernachtung in Reykjavik über Airbnb kann ich es nur empfehlen es auch mal auszuprobieren, da man besonderes wenn der Urlaub nur kurz geht durch den direkten Kontakt viel mehr von der Stadt/dem Land mitbekommt.

https://www.airbnb.de/rooms/11486246

Da wir Abends geflogen sind war es bereits 21 Uhr als wir in unserer Unterkunft angekommen sind. Nun ja was man Abends noch in Brüssel? Brüssel ist neben seinen Sehenswürdigkeiten vor allem noch für seine Pommes, Schokolade, Waffeln und sein Bier bekannt. Also entschieden wir uns mit dem Bier und den Pommes anzufangen. Unsere Gastgeberin empfahl uns dafür zum Flagey Platz zur Frit Flagey Pommesbude zu gehen.

https://www.tripadvisor.de/Restaurant_Review-g1136493-d2143315-Reviews-Frit_Flagey-Ixelles_Brussels.html

Die Frit Flagey ist eine sehr authentische Pommesbude, mit günstigen Preisen und sehr bodenständigem Essen (hauptsächlich unterschiedliche Mengen Fritten mit 20 verschiedenen Soßen). Dann gab es gleich am ersten Abend die Pommes, die bis auf die Menge und die riesige Soßen Auswahl nicht wirklich anders als in Deutschland schmeckten. Auf dem Weg zur Bude fallen zwei Dinge auf. Die Sprache in Brüssel ist fast ausnahmslos Französisch (wir können beide kein Französisch) und Brüssel ist leider sehr dreckig. Es liegt überall sehr viel Müll herum. Mit Englisch kommt man jedoch an den meisten Stellen durch.

IMG-20170527-WA0002u

Von dort sind wir südlich entlang der beiden Seen Étang d’lxelles zur  Abtei Abbaye de la Cambre gelaufen und haben dort noch etwas im Park gesessen. Alles in allem ist es sehr schön dort mit regem Nachtleben. Dann ging es nach hartem Tag mit Flug zur ins Zimmer.

DSC_0467u
Blick aus dem Fenster

Den nächsten Tag starteten wir mit einem Frühstück mit süßem Gebäck was typisch in Brüssel ist. Dann ging es über den Jubelpark in den Europabezirk wo unter anderem die europäische Kommission und das Europaparlament sind.  Hier fällt der Kontrast zwischen historischen Gebäuden und den großen EU Glasbauten auf. Auch ist es im Europabezirk sauberer als im Rest der Stadt. An diesem Samstag war der Europabezirk so gut wie leer…am Wochenende arbeitet hier wohl niemand.

Von der europäischen Kommission ging es südlich über den Leopold Park zum Europaparlament. Der Leopoldpark ist sehr schön zum entspannen. Der Leopold Platz Platz vor dem europäischen Parlament ist sehr beeindrucken, sollte man mal gesehen haben.

Vom europäischen Parlament sind wir dann in Richtung des königlichem Palast gelaufen und haben kurz im sehr schönen angrenzenden Wanderepark entspannt, was bitter nötig war bei über 30 °C. Der Palast war geschlossen, aber ist von außen sehr imposant.

Von dort sind wir dann über die Ravenstein Galerie und Kathedrale St. Michael in die Innenstadt. Die Kathdrale ist eine schön katholische Kirche im gotischen Stil. Wenn man jedoch z.B. in Rom oder Mailand war ist diese Kirche nichts besonderes mehr.

Diese war an diesem Wochenende sehr von Touristen überlaufen. Hier gibt es hauptsächlich Restaurants, Bars, Cafes, Süßigkeitenläden, exklusive Geschäfte und Souvenir Shops. Alles in allem hat die Brüssel eine sehr schönen Altstadt doch im Zentrum werden die Preise merklich teurer, hier zahlt man dann schon gerne mal 10€ für 100 g Schokolade oder 10€ für einen Cocktail.

Doch hier befindet sich eines der Highlights, zumindest für mich als Bierliebhaber. Die Bar Delirium Cafe mit ca. 3000 verschiedenen Biersorten und einige eigenen preisgekrönten Bieren. Z.B. das Bier Delirium Tremens (zu Deutsch: Alkoholentzugsysdrom)  WBC 2014 Beligum Style Tripple Bronze Winner.

http://www.deliriumcafe.be/

Nach zwei Bier bei 30°C auf nüchternen Magen ging es etwas schummerig weiter zum Manneken Pis einem der Wahrzeichen Brüssels. Dazu kann ich sagen, ich verstehen den Hype um das geschätzt 50 cm große pinkelnde Männchen nicht. Wenn ich nicht gewusst hätte, das es etwas besonderes ist wäre ich vermutlich direkt daran vorbei gelaufen. Foto machen und weiter.

IMG_20170527_171309u

Ansonsten gibt es in der Altstadt viele Museen, für die wir jedoch kaum Zeit hatte und irgendwo ist immer was los. Wir besuchten die sehr gelungene Ausstellung des Fotografen Steven McCurry, welcher vor allem für seine Fotografien im Nahen Osten unter anderem für  National Geography bekannt ist.

Gegen Abend fuhren wir dann mit der Tram Linie 7 zum etwas außerhalb gelegenen Park de Laeken in dem sich auch das Atomium befindet. Das Atomium ist eine über 100 Meter hohe Aluminiumkonstruktion die die Kristallstruktur von Eisen als Fe8 Hexaeder darstellt. Für mich als Chemiker ist das natürlich super spannend, aber auch sonst ist das Atomium sehr beeindrucken. Die acht Kugeln (Eisenatome) können begangen werden und im obersten befindet sich ein Restaurant. In den anderen Kugeln sind wechselnde Ausstellungen. Bei Nacht leuchten die einzelnen Kugeln. Das Atomium war für mich mein zweites Highlight und ein absolutes Must See. Der Eintritt kostet um die 11€. Der Park de Leaken ist auch einen Besuch wert und besonders für einen Entspannungstag zu empfehlen. Im Park tausende wilde Hasen.

Vom Atomium ging es nach dem harten Tag wieder zurück in die Unterkunft.

Am letzten Tag sind wir morgens zum Zuidmarkt in der Nähe der Station Gare du Midi gefahren, der jeden Sonntag von 8 bis 14.30 Uhr stattfindet. Auf dem Markt gibt es so ziemlich alles was man sich vorstellen kann zu günstigen Preisen. Der Markt hat durch die vielen in Brüssel lebenden Afrikaner einen sehr großen marokkanischen Einfluss. Deshalb gibt es viele Spezialitäten, Früchte, Teas oder Gewürze aus dem afrikanischen Raum, die ich vorher noch nicht gekannt habe. Außerdem gibt es Gemüse, Obst,  Kleidung, Elektronik und vieles mehr. Der Markt ist wie ein marokkanischer Basar im Herzen Brüssels. Der Markt ist auf jeden Fall ein Besuch wert, kann ich nur sehr empfehlen!

Den Rest des Tages nutzen wir um noch einzukaufen und das Museum des bekanntem Brüssler Jugendstil Architekten Viktor Horta anzuschauen. Für mich war hier die maximale Grenze Kultur erreicht, meiner Freundin hat es gefallen. Für 5€ als Student (sonst 10€) war es jedoch in Ordnung. Wer sich nicht wirklich für Architektur und alte Architektur interessiert kann schaut sich hier nur ein altes Haus an, für alle anderen Daumen hoch.

Anschließend ging es wieder zurück zum Flughafen und ab nach Deutschland.

Fazit

empfohlene Reisedauer : 3 Tage

Budget: mit Flug und Unterkunft bei uns etwa 200 – 250 €.

Pro

  • Atomium
  • Delirium Cafe
  • schöne Altstadt
  • Nachtleben
  • Zuidmarkt
  • kulinarisches Angebot (Bier, Waffeln, Fritten, Schokolade)

Kontra

  • viel Müll
  • Manneken Pis

Wertung

Budget:  gut

Essen: gut –

Sehenswürdigkeiten: gut – befriedigend

Kultur: gut +

Transfer: sehr gut –

Insgesamt: ✱✱✱✱✱✱ 6 von 10 Sternen

Alles in allem ist Brüssel, gerade als Hauptstadt der EU eine Reise Wert. Hervorzuheben ist vor allem das für Brüssel typische kulinarische Angebot, Brüssel gilt auch als Bierhauptstadt. Die beeindruckendste Sehenswürdigkeit ist für mich auf jeden Fall das Atomium. Eher enttäuschend war das Wahrzeichen Manneken Pis und die doch sehr vermüllten Straße.

Advertisements

3 Gedanken zu “Belgium – Brussels

  1. Hello Tim:
    Gruesse aus Ontario. Vielen Dank fuer Deinen interessanten und sehr praktischen Blogeintrag ueber Bruessel. Ich freue mich stets, von Dir zu hoeren und Deine Fotos anzuschauen. Mit Bruessel verbinden mich angenehme Erinnerungen: In den neunziger Jahre hatte ich beruflich haeufig dort zu tun.
    Im letzten Winter war ich mit der Kamera vor allem in Indien und Nepal unterwegs. Wenn mir jetzt die Enkel ausreichend Zeit lassen, stelle ich Schritt fuer Schritt einige Fotos ins Netz:
    http://matthahnewaldphoto.blogspot.ca/2017/05/trekking-to-everest-base-camp.html
    http://matthahnewaldphoto.blogspot.ca/2016/12/visiting-koraputs-tribal-market.html
    http://matthahnewaldphoto.blogspot.ca/2016/12/outlining-orissas-ethnic-diversity.html
    Best, Matt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s